Die Mönkeberger Feuerwehr wird seit ein paar Jahren nur noch per Funkmeldeempfänger (FME) zu ihren Einsätzen alarmiert. Diese auch "Pieper" genannten FMEs trägt jedes Feuerwehrmitglied mit sich.
Diese Pieper sind auf mehrere Alarmschleifen programmiert, sodass bei einem Kleinalarm nicht alle Melder auslösen. Somit kann Personal je nach Lage alarmiert werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Mönkeberg kann über 5 verschiedene Schleifen alamiert werden:
| Nr. |
Schleife |
Erläuterung |
| 361 |
Vollalarm |
Feuer, Verkehrsunfall, Lebensgefahr |
| 362 |
Tagalarm |
06:00-18:00 Uhr (kleinere Einsätze ohne unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder Einsätze mit geringen Personalbedarf) |
| 363 |
Nachtalarm |
18:00-06:00 Uhr (kleinere Einsätze ohne unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder Einsätze mit geringen Personalbedarf) |
| 364 |
Wehrführer |
Erster Alarm zur Erkundung und/oder Kleinsteinsätzen |
| 289 |
LZG |
Alarm für unser LZG-Personal (LöschZug Gefahrgut) |
Bei Vollalarm werden alle Melder ausgelöst. Tages- und Nachtschleifen werden unter den Feuerwehrangehörigen nach Beruf und Verfügbarkeit verteilt. So bekommen Schichtdienstler eher die Tagesschleife, weil hier die Möglichkeit besteht, dass sie tagsüber im Ort sind. Die Nachtschleife ist vor allem für diejenigen Kameradinnen und Kameraden, die nachts im Ort sind. Diese Schleifen dienen vor allem für kleinere Einsätze, bei denen nicht so viel Personal benötigt wird und keine große Eile geboten ist.
Auch unsere Wehrführung kann man direkt alarmieren, wenn keine große Eile geboten ist, oder erstmal nur eine Erkundung durchgeführt werden soll (z.B. Ast droht zu fallen). Die Wehrführung entscheidet dann, ob und in welchen Umfang alarmiert wird oder arbeitet den Einsatz schnell alleine ab (z.B. Tragehilfe Rettungsdienst). Dieses Konzept wird allerdings auch nur angewandt, wenn keine Gefahr für Leib und Leben besteht - sonst werden sofort alle Melder ausgelöst.
Die LZG-Schleife alarmiert den Löschzug Gefahrgut des Kreises Plön, für den wir auch Personal stellen. Bei Alarm besetzen die Kameraden das Fahrzeugs des Katastrophenschutzes, den Erkunder Reaktor (für normale Zwecke bei uns der ELW) und fahren damit zu Einsatzstelle.
Um die Melder auszulösen wird in der Leistelle die Schleifennummer eingeben. Darauf folgt über Funk eine 5-Tonfolge, die die Melder auslösen. Der Leistellendisponent kann dann durch den Lautsprecher eine Durchsage machen. Diese Durchsage ist allerdings aus Empfangsgründen nahezu nie zu hören. Auf dem Display erscheint dann zusätzlich die Schleifennummer, die alarmiert worden ist.
Diese Pieper haben einige Vorteile gegenüber des Sirenenalarms. So werden bei nächtlichem Alarm die Anwohner nicht gestört. Auch können die Feuerwehrangehörigen ausserhalb des Ortes sein und werden trotzdem mitalarmiert. Weiter werden durch diesen "stillen" Alarm auch weniger Schaulustige angelockt.
Aber wo Vorteile sind, sind meist auch Nachteile. Die Melder sind von Batterien abhängig, die gerne immer dann leer sind, wenn Alarm ausgelöst wird. Und ausserdem darf der Feuerwehrangehörige seinen Melder nicht zu Hause liegen lassen, wenn er z.B. einkaufen geht.
Das sicherlich größte Defizit der Pieper ist aber, dass die Feuerwehr dadurch einen Imageverlust zu verzeichnen hat. Die meisten Leute wissen nicht, dass wir diese Melder haben und stempeln die Feuerwehr dann schnell als nutzlosen Verein ab, weil "ja eh nichts passiert".
Seit einiger Zeit sind digitale Meldeempfänger im Gespräch und auch schon häufig angekündigt worden. Jedoch hat sich die Nutzung dieser Geräte immer wieder nach hinten verschoben.